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Infos zur Aida Cruises Reederei mit Sitz in Rostock


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Firmensitz der AIDA Cruises in RostockAIDA Cruises ist eine Reederei mit Sitz in Rostock. Als Tochtergesellschaft der Società di Crociere Mercurio zählt sie zu den Kreuzfahrtgesellschaften der Carnival Corporation & plc.

AIDA ist nicht die Bezeichnung eines einzelnen Kreuzfahrtschiffes, sondern der Überbegriff für eine ganze Flotte von Schiffen; von 1996 bis 2001 führte allerdings die heutige AIDAcara den Namen AIDA. AIDA ist zugleich ein Markenname.

Inhaltsverzeichnis

Das Unternehmen

Das Unternehmen AIDA Cruises ist in Deutschland Marktführer unter den Kreuzfahrtanbietern. Im Jahr 2007 wurden 259.000 Passagiere befördert, der Umsatz betrug ca. 451 Millionen Euro. Dies entspricht einem Marktanteil von ca. 35%. AIDA Cruises beschäftigt 2.450 Mitarbeiter aus 25 Ländern, davon arbeiten rund 2.000 Personen an Bord der Schiffe und 450 an Land. Die Bettenkapazität beträgt 5770.

Der Hauptsitz befindet sich in wiederaufgebauten, alten Speicherhäusern im Rostocker Stadthafen. Diese Gebäude werden von der Deutschen Seereederei verwaltet, aus der die AIDA Cruises teilweise hervorging.

Zur Produktion der Shows und anderer Entertainment-Aktivitäten hat AIDA Cruises zusammen mit Schmidts TIVOLI GmbH ein Joint-Venture namensSeeLive – Tivoli Entertainment & Consulting GmbH gegründet.
 

Video: Aida Cruises Zentrale in Rostock ---- Quelle: www.aida-weblounge.de/videos/


Geschichte

Deutsche Seereederei

Die 1990 privatisierte Deutsche Seereederei (DSR) mit Sitz in Rostock, entschied sich 1993, ihr bisheriges Kreuzfahrtgeschäft (insbes. das Kreuzfahrtschiff Arkona) durch einen Neubau zu erweitern. Dabei sollte erstmalig am deutschen Markt ein Funschiff-Konzept nach amerikanischem Vorbild realisiert werden. Der Neubau wurde im Juni 1996 unter dem Namen AIDA - Das Clubschiff (die heutige AIDAcara) in Dienst gestellt. Trotz guter Buchungszahlen gelang es dem Unternehmen aber nicht, mit dem Schiff Gewinn zu erwirtschaften. Zur besseren Vermarktung wurde dann die Holding Arkona Touristik GmbH gegründet, die das Schiff zur Stärkung der Liquidität des Unternehmens im August 1997 für 324 Millionen Mark an die Norwegian Cruise Line (NCL) verkaufte. Der Betrieb der AIDA blieb jedoch durch einen Charter-Vertrag zunächst bei der DSR.

P&O

Im November 1999 gründete die Arkona Touristik GmbH und die britische Reederei P&O als gemeinsames Joint-Venture die AIDA Cruises Ltd.. P&O hielt eine 51% Mehrheit an der Gesellschaft, welche sofort das Clubschiff AIDA zurückkaufte und gleich zwei weitere Schiffe dieser Art in Auftrag gab. Außerdem erhielt P&O die ReedereiSeetours International, die erst 1997 von TUI zur Arkona Touristik gekommen war und die mittlerweile das gleichnamige Kreuzfahrtschiff betrieb. Da Seetours der ältere gut eingeführte Name war und zu P&O gehörte, die bei AIDA Cruises die Mehrheit hatte, wurde das operative Geschäft mit dem Namen Seetours - German Branch of Aida Cruises betrieben.

Ein Jahr später überließ die Arkona Touristik vereinbarungsgemäß ihren 49%-Anteil an AIDA Cruises der P&O. Sie erhielt dafür Anteile der P&O Princess Cruises, in die P&O gerade sein gesamtes Kreuzfahrtgeschäft ausgegliedert hatte. Seetours und Aida Cruises verschmolzen und firmierten als Seetours – German Branch of P&O Princess Cruises. So war aus der Tochter Seetours praktisch die Muttergesellschaft der AIDA-Aktivitäten geworden.

Carnival

Seit 2003, mit dem Zusammenschluss der P&O Princess Cruises und der Carnival-Gruppe, gehört auch die AIDA-Flotte zur Carnival Corporation & plc, dem weltweit größten Anbieter von Kreuzfahrten. Das Unternehmen wurde dabei zunächst der italienischen Costa Kreuzfahrten unterstellt und in AIDA Cruises - German Branch of Costa Crociere umbenannt. Dementsprechend wechselte die Flotte ab November 2004 unter die italienische Flagge. Inzwischen gehört die AIDA Cruises zur Società di Crociere Mercurio S.r.l.,Mailand, und ist jetzt (Februar 2008) alsAIDA Cruises - German Branch of Società di Crociere Mercurio S.r.l. eingetragen.
 

Flotte

Heutige Schiffe

Die Flotte der AIDA Cruises besteht aus den Schiffen AIDAcara (seit 1996), AIDAvita (seit 2002), AIDAaura (seit 2003) und AIDAdiva (seit 2007), die alle unter italienischer Flagge fahren. Ihr Heimathafen ist Genua. Von 2004 bis März 2007 gehörte zudem die AIDAblu zur Flotte, die an die englische Reederei Ocean Village verkauft wurde und durch den Neubau AIDAdiva ersetzt wurde.

Zukünftige Schiffe

Bis zum Jahr 2012 wird sich die Bettenkapazität auf den AIDA Schiffen von 5.400 auf 16.384 Betten mehr als verdreifachen. Das Unternehmen investiert bis zum Jahr 2012 rund zwei Milliarden Euro in den Flottenausbau. Von 2007 bis 2012 stellt das Unternehmen jedes Jahr ein neues Schiff in Dienst, die alle auf der Meyer-Werft in Papenburg im Emsland gebaut werden.

Das erste Schiff dieser neuen Baureihe erhielt den Namen AIDAdiva. Die AIDAbella – Bauname AIDA SPHINX III − wird baugleich zur AIDAdiva gestaltet und voraussichtlich im April 2008 zum fünften Schiff der Flotte werden. Ein weiteres baugleiches Schiff mit dem Baunamen AIDA SPHINX II folgt 2009; es erhält den Namen AIDAluna.

Das für 2010 geplante Schiff der Sphinx-Klasse wird auf 71.000 BRZ mit 1.087 Kabinen vergrößert. In den Jahren 2011 und 2012 stellt AIDA zwei weitere baugleiche Schiffe dieser Größe in Dienst.

Video: AIDABella wird ausgedockt Quelle: www.aida-weblounge.de/videos

Technische Ausstattung

  • Der Antrieb ist lediglich bei der AIDAcara dieselmechanisch, bei allen anderen Schiffen und allen Neubauten wird ein dieselelektrischer Antrieb verwendet.

  • In den Kabinen der seit 2007 gebauten Schiffe gibt es einen Fernsehcomputer (iTV), der neben Fernsehen auch E-Mail-Versand und Empfang, Infos über das Bordprogramm und eine digitale Seekarte bietet.

Literatur

  • Ralf Schröder, Michael Thamm: AIDA - Die Erfolgsstory, Delius Klasing Verlag, ISBN 978-3-7688-1900-8

  • Peter Tönnishoff: Aida - eine starke Marke hat sich durchgesetzt, in: Köhlers Flottenkalender 2008, S. 148-155, ISBN 978-3-7822-0963-2

Weblinks

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel AIDa Cruises aus der freien Enzyklopädie Wikipedia
und steht unter der
GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
 




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